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ClusterForum Nürnberg/Nordbayern
Am 31. Januar 2008 fand das zweite ClusterForum des Clusters Druck und Printmedien im Historischen Rathaussaal in Nürnberg statt. Der Leitgedanke des Forums: Eine intensive Branchenvernetzung und engere Kooperationen schaffen mehr Innovationen und Wachstum für Bayern.Mit der Cluster-Offensive "Allianz Bayern Innovativ" der Bayerischen Staatsregierung zur Förderung der Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung, werden innovative Impulse gesetzt und somit die Standortbedingungen in den Regionen verbessert. Der Fokus der Clusterarbeit liegt dabei auf der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität der Druck- und Printmedienbranche, die durch intensive vertikale und horizontale Vernetzung der Akteure erreicht wird.
Die Druck- und Printmedienindustrie in Bayern mit ihrer einmaligen Struktur von Farben-, Papier- und Maschinenherstellern, Softwareentwicklern, Forschungseinrichtungen, Hochschulen, führenden Verlagen, erfolgreichen Druckunternehmen und Mediendienstleistern birgt eine hohe Innovationskraft. Der Cluster Druck und Printmedien Bayern ist dabei die Plattform, die Unternehmen und Institutionen schnell und effizient mit wichtigen Informationen versorgt und erfolgreich miteinander in Dialog bringt.
Cluster als externes Innovationsmanagement für die gesamte Druck- und Printmedienindustrie
Nach einem Jahr systematischer Arbeit des Clusters Druck und Printmedien wurde ein Supporter-Kreis von 40 Unternehmen geschaffen, der ständig wächst. 547 Unternehmen der Druck- und Medienindustrie werden kontinuierlich und zielgerecht informiert. Umfangreiche Branchennews mit täglicher Aktualisierung sowie eine Kontaktdatenbank und ein Unternehmenskompass mit 508 Unternehmen stehen zur Verfügung. Weltweit einmalig für die Branche ist ein Forschungskompass mit 207 eingetragenen Forschungsprojekten. Auch die Innovationsförderung wird aktiv betrieben: Eine Projektinitiative des Clusters brachte fünf Innovationsprojekte mit einem Gesamtvolumen von 2,5 Millionen Euro auf den Weg, deren mögliche Förderung in Höhe von ca. 1 Millionen Euro aktuell über die bestehenden Technologieförderprogramme des Freistaates und des Bundes geprüft wird.
TOP-Region Nürnberg/Nordbayern
Im Zentrum des Interesses stand die Präsentation erfolgreicher, innovativer Kooperationsbeispiele aus der Kompetenzregion Nordbayern. Als Leuchtturmprojekte demonstrieren sie die Anforderungen an die Branche und zeigen zugleich Lösungen für eine zukunftsfähige Entwicklung der Druck- und Medienindustrie auf. Ursula Heller, Moderatorin der "Münchner Runde" im Bayerischen Rundfunk, führte durch die Veranstaltung und übergab zunächst das Wort an Ulrich Maly, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg, der als Hausherr das anwesende Fachpublikum im Historischen Rathaussaal begrüßte. Innovativere Druck- und Printmedienindustrie durch Netzwerke Anschließend hob Karl-Georg Nickel, Sprecher des Clusters und Geschäftsführender Vorstand des Verbandes Druck und Medien Bayern e.V., die Einmaligkeit der ansässigen Druck- und Medienindustrie hervor. "Wären hochentwickelte außerirdische Wesen auf der Suche nach Kompetenz im Druckbereich", so sein bildhafter Vergleich, "wäre der Raum Nürnberg/Nordbayern ein idealer Landeplatz. Hier finden sich Unternehmen, die das Weltniveau in der Druckund Printmedienindustrie sowie verwandter Bereiche repräsentieren und damit als Leuchttürme weit über die Region hinaus wirken."
Kooperation fördere Innovation, Innovation sei das Fundament von Leistungsstärke und Leistungsstärke bedeute Wettbewerbsvorteile, schlussfolgerte Karl-Georg Nickel. Er lud alle Unternehmen herzlich ein mitzuwirken. Unabhängig von der Unternehmensgröße zähle allein das Engagement und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit. Dies komme dem eigenen Unternehmen als auch dem Druck- und Printmedienstandort Bayern zu Gute.
"Bayern – druckvoll und dynamisch – Druckindustrie mit Zukunft"
Joachim Herrmann, Bayerischer Staatsminister des Innern, verdeutliche anschließend die wirtschaftspolitischen Hintergründe der Allianz Bayern Innovativ und der Cluster- Offensive Bayern. "Mit der Offensive Zukunft Bayern und der High-Tech- Offensive hat der Freistaat Bayern zwei umfassende Innovations- und Privatisierungsinitiativen aufgelegt, die Bayerns Position als Hochtechnologie-Standort in Europa zusätzlich gestärkt haben. Im Rahmen der Offensive Zukunft Bayern wurden seit 1994 rund 1,7 Milliarden Euro in den Ausbau der Forschungsinfrastruktur und die gezielte Förderung von Innovationen investiert." Er führte weiter aus, dass die Clusterstrukturen die Produktivität und Standortbindung in Bayern stärke: Bayern sei in den letzten Jahrzehnten zu einem der führenden Wirtschaftsstandorte in Europa und der ganzen Welt aufgestiegen, München boome, Nürnberg-Erlangen-Fürth erstarke als Metropolregion. Ganz Bayern ist in Bewegung. "Vier der 11 bayerischen Universitäten, gehören zu den Top-Ten Deutschlands, nämlich die in Erlangen-Nürnberg, die in Würzburg und die beiden in München. Unter den 10 deutschen Landkreisen mit den meisten High-Tech-Gründern findet man acht bayerische."