21-05-2012 08:48:29

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Messen werden immer eine Berechtigung haben, meint Messe-Direktor

Messe Bozen Direktor Marsoner trotz Wirtschaftskrise optimistisch

Bozen. Die Messe Bozen  www.fierabolzano.it blickt trotz Wirtschafts- und Finanzkrise optimistisch in das Messejahr 2009. Wie Messe-Direktor Reinhold Marsoner im pressetext-Interview darlegt, sieht man sich durch einen "guten Mix an Fach- und Publikumsmessen sowie ein ausgeglichenes Programm" gut aufgestellt für das zu erwartende Krisenjahr. "Generell spiegelt die Messelandschaft natürlich den Zustand der Wirtschaft wider. Das wird realistischerweise auch an uns nicht spurlos vorüber gehen," erklärt Marsoner. Die kleinmaschigen und ausgeglichenen Wirtschaftsstrukturen des Standorts Südtirol bezeichnet er allerdings als Vorteil in der derzeitigen Situation.

Die Auswirkungen der derzeitigen Wirtschaftslage sind branchenspezifisch zudem sehr unterschiedlich. Während die ab 05. März in Bozen stattfindende Baugewerbe-Fachmesse Baumec 09  www.baumec.it mit einem Rückgang bei den Ausstellerflächen zu kämpfen hat, sind die Voraussetzungen für die Wintersport-Messe Prowinter  www.prowinter.it Mitte April oder die hauseigene Fachmesse für das Hotel- und Gastgewerbe Hotel  www.hotel.messebozen.it im Oktober 2009 weitaus vielversprechender. Aber selbst die krisengeschüttelte Baubranche bietet in der derzeitigen Situation Möglichkeiten für erfolgreiche Spartenprogramme. So hat etwa die im Januar dieses Jahr stattgefundene Klimahouse, die Fachmesse für energieeffizientes und nachhaltiges Bauen in Italien, rund 36.600 Besucher angezogen.


"Das Phänomen der Spezialisierung im Messewesen gibt es bereits seit den 50er- und 60er-Jahren und ist heute aktueller denn je. Das zeigt sich beispielsweise bei der großen Elektronik-Messe Cebit, die sich im Vergleich zu den Boomjahren Anfang 2000 bei den Ausstellerzahlen mittlerweile beinahe halbiert hat und teilweise in kleineren Fachveranstaltungen aufgegangen ist", sagt Marsoner. Dass Unternehmen in wirtschaftlich angespannten Zeiten vor allem bei den variablen Kosten sparen, zu denen auch ein Messeauftritt zähle, sei naheliegend, wenn auch nicht unbedingt empfehlenswert. "Den Hebel bei Marketingkosten bzw. in der Kommunikation zum Kunden anzusetzen, halte ich gerade in einer Krise nicht für die beste Strategie", zeigt sich der Messe-Bozen-Direktor im pressetext-Gespräch überzeugt.


Die Frage, ob man auch oder gerade in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten auf einer Messe präsent sein soll, müsse jedes Unternehmen für sich selbst beantworten, so Marsoner. "Generell glaube ich aber, dass das persönliche Gespräch, der Austausch von Know-how und Informationen zwischen Anbietern und Kunden vor allem von letzteren auf jeden Fall gewünscht wird. Das ist heute so und wird auch immer so bleiben. Daher werden Messen auch in Zukunft ihre Berechtigung haben". So hätten diverse Hersteller in der Vergangenheit wiederholt erkennen müssen, dass ein abgesagter Messeauftritt bei Kunden auf wenig Gegenliebe stoße.


An einen längerfristigen und kontinuierlichen Abwärtstrend im Messewesen glaubt Marsoner angesichts der derzeit schwächelnden Messebranche ohnehin nicht. "Wie in der Wirtschaft schwingt das Pendel einmal in die eine, dann wieder in die andere Richtung. Das ist völlig normal." Um die Krisensituation abzufedern setzt die Messe Bozen verstärkt auf Kostenoptimierung und Synergien. So findet die erwähnte Baumec in diesem Jahr erstmals gemeinsam mit der Straßenbaumesse Viatec statt. Über Erfolge kann die Messeleitung sich auch freuen - sie hat erfolgreiche Messekonzepte wie die Klimahouse nach Rom und Perugia oder die Alpitec  www.alpitec.it nach China exportiert.