22-02-2012 22:48:27

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Heidelberger Druck spart noch mehr

Der Druckmaschinen-Hersteller Heidelberger Druck aus Heidelberg verstärkt seine Sparmaßnahmen. Nach den Werkshallen wird Kurzarbeit wegen der weltweiten Absatzkrise jetzt auch in den Büros eingeführt. Betroffen seien davon Verwaltung, Entwicklung und IT an den Standorten Heidelberg, Wiesloch, Amstetten, Brandenburg und Kiel, teilte der Konzern mit. Wie viele Mitarbeiter insgesamt in Kurzarbeit geschickt werden sollen, wollte der Sprecher nicht mitteilen.

Auch betriebsbedingte Kündigungen

Konzernchef Bernhard Schreier hatte bereits früher angekündigt, 2500 der knapp 20 000 Stellen weltweit zu streichen. Dabei soll es auch betriebsbedingte Kündigungen geben. Darüber werde gerade verhandelt, sagte der Sprecher. Am Montag hatte die Führungskräfte in einem Schreiben über die jüngsten Maßnahmen informiert. Demnach soll die Arbeit über Weihnachten länger ruhen als üblich. Statt zwei wird es drei Wochen Werksferien geben. Sind Urlaub und Überstunden abgefeiert, wird es auch zu Kurzarbeit kommen. Vom 15. Dezember 2008 bis zum 9. Januar 2009 solle ein großer Teil der Mitarbeiter "soweit wie möglich die Arbeit ausfallen lassen", schrieb der Konzernchef.

Sparprogramm von Heidelberger Druck

Insgesamt will der Konzern mit dem Sparprogramm seine Kosten um jährlich 200 Millionen Euro senken. Der Weltmarktführer beschäftigt den Großteil seiner Belegschaft in Deutschland. Hier konzentriert sich fast die gesamte Produktion und Entwicklung . Betroffen von dem Stellenabbau sind vor allem die beiden Hauptstandorte Heidelberg und Wiesloch-Walldorf, wo zusammen 1400 Arbeitsplätze wegfallen sollen. In Amstetten sind es 350, in Brandenburg 150, in Kiel 30 bis 40 sowie in Leipzig und Ludwigsburg zusammen 80. Mönchengladbach hatte bereits in der ersten Sparrunde mit einer Verlagerung der Produktion ins Ausland harte Einschnitte verkraften müssen.