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Ausländische Märkte gewinnen für mittelständische Unternehmen zunehmend an Attraktivität
30. März 2007. Ausländische Märkte gewinnen für mittelständische Unternehmen zunehmend an Attraktivität.
Als zusätzliche Absatzmöglichkeit tragen sie zur Erhaltung und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit bei. Doch der Schritt über die Landesgrenzen muss wohl überlegt sein. Die Chancen und Risiken der Internationalisierung standen daher am Donnerstagabend (29.03.2007) im Mittelpunkt des 8. Fast-Forward-Forums der Wirtschaftsförderung Münster (WFM).
Den EU-Binnenmarkt und die fortschreitende Öffnung des Weltmarktes nutzen immer mehr kleine und mittlere Unternehmen, um sich ein Standbein im Ausland zu schaffen.
Über die Anforderungen, die mit der Internationalisierung einhergehen, referierten bei der jüngsten Auflage des Fast-Forward-Forums drei Experten.
Dr. Bernd-Joachim Kruth von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers AG, Düsseldorf, informierte die rund 50 Gäste über die Erfolgsfaktoren einer Expansion in ausländische Märkte. Ein loyaler und vertrauensvoller Partner bilde laut Kruth die Basis, um sich am Zielmarkt zu etablieren. Ebenso seien qualifizierte Mitarbeiter, die über Marktkenntnisse „auf dem unbekannten Terrain“ verfügen, für den wirtschaftlichen Erfolg vorteilhaft.
Thomas Schwarze, Leiter der Unternehmer-Beratung Deutschland, Österreich und Luxemburg bei der Bank Credit Suisse AG, Zürich, erläuterte an Praxisbeispielen, was bei der Finanzierung eines Standorts im Ausland zu berücksichtigen ist. „Eine hohe Eigenkapitalquote ist in vielen Fällen der Garant für die Eroberung ausländischer Märkte“, betonte Schwarze. Der Fachmann empfahl darüber hinaus so genannte Mezzanine-Finanzierungen, eine Mischform aus Eigen- und Fremdkapital.
Auf steuerliche Aspekte der Internationalisierung ging Gunnar Clauß, Partner der Dr. Clauß, Dr. Paal und Partner, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft – Steuerberatungsgesellschaft, Münster, ein. Eine zeitnahe und lückenlose Prozessdokumentation der Auslandsaktivitäten sei laut Clauß von großer Bedeutung, um nicht in Steuerfallen zu tappen.